Sehr geehrter Eigentümer,
Wir arbeiten seit einigen Wochen zusammen, und Sie wissen: alle eingegangenen Angebote liegen unter dem zu Beginn verteidigten Preis. Bevor wir über Reduzierungen sprechen, sollten wir prüfen, was Ihre Immobilie dem Markt erzählt — nicht nur, was sie verlangt.
Drei mögliche Wege: ohne Weiteres reduzieren, warten oder — am wenigsten populär und meist am nützlichsten — Erzählung, Fotos, Kanäle und Unterlagen prüfen, bevor wir die Zahl bewegen.
Wenn alle Angebote darunter liegen, ist die Lösung selten, jede Zahl gleichzeitig zu senken.
Käufer, die unter dem Preis bieten, sind keine schlechten Käufer. Sie geben Ihnen wertvolle Information: in ihrem Kopf ist Ihr Haus weniger wert. Das kann am realen Preis liegen, aber auch an einer Wahrnehmung, die sich ohne Preisbewegung verändern lässt.
Was vor der Senkung prüfen
- Fotografie: zeigt sie das Haus oder verrät sie es?
- Narrativ: erzählt es das Objekt oder ein Portal-Datenblatt?
- Unterlagen: signalisiert Grundbuch, Kataster oder Energie Risiko?
- Kanal: erreicht das Objekt den passenden Käufer oder nur Vorbeischauer?
- Vergleichsobjekte: was sehen Käufer, wenn sie vergleichen?
Und wenn der Markt sich geändert hat?
Möglich. Vor der Annahme aber mit Daten bestätigen: durchschnittliche Verkaufszeit vergleichbarer Objekte, Portalverhalten und Reaktion auf neu erzählte Wettbewerber.
Wann ist Preissenkung wirklich sinnvoll?
Wenn alles oben überprüft, die Immobilie ausgerichtet ist und Käufer dennoch konsistent darunter bieten. Dann ist die Senkung nicht Zugeständnis, sondern Strategie.
Gehen wir weiter, dann mit Kriterien, nicht aus Trägheit. Gute Verkäufe sind fast immer geordnete, keine reaktiven.
Herzliche Grüße,
Ihr Berater auf Mallorca